Sehenswürdigkeiten in Almería
Die Alcazaba in Almería
Die Alcazaba in Almería, die arabische Festung der Stadt, wurde ab 955 im Auftrag von Abderramán III., dem ersten Kalifen von Córdoba, errichtet und erst im 11. Jahrhundert unter Hayrán fertiggestellt. Die Alcazaba wurde regelrecht als Stadt angelegt, die sehr gut gegen jeden Angreifer verteidigt werden konnte. Aus diesem Grund findet man dort nicht nur Paläste und einfache Unterkünfte, sondern auch eine Mezquita, Geschäfte, Bäder und Zisternen, die heute natürlich weitgehend nur noch als Ruinen existieren.
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Die Muralla de Jairán in Almería
Die Muralla de Jairán (die Hayrán-Mauer) in Almería, auch als Muralla del Cerro de San Cristóbal bekannt, wurde im 11. Jahrhundert von König Jairán als Teil der Stadtmauer erbaut und führt von der Alcazaba zur Festung des Cerro de San Cristóbal. Die Mauer wurde mittlerweile weitgehend restauriert und durch die Anlage eines Mittelmeergartens optisch aufgewertet. Da die Murailla de Jairán drei Meter dick und fünf Meter hoch war, machte sie die deutlichste Verteidigungsmauer Almeráas aus, zumal die rund 500 Meter lange Mauer auch über sieben Verteidigungstürme verfügte, drei davon aus der arabischen Epoche und vier die unmittelbar mit dem Beginn der katholischen Epoche Andalusiens hinzukamen.

Die Aljibes Árabes in Almería
Die Aljibes Árabes in Almería wurden im 11. Jahrhundert vom arabischen König Jayrán al-Amiri erbaut um die Wasserversorgung der Stadt zu sichern. Die Aljibes (Zisternen) in Almería bestehen aus drei parallelen, unterirdischen Räumen in denen sich das Wasser befand und die heute für Ausstellungen genutzt werden. Allerdings sind die Aljibes nur ein Teil des damaligen Wassersystems, das technisch sehr hoch entwickelt war, auch wenn es nicht die Privathäuser umfasste, sondern nur die öffentlichen Brunnen und zudem garantierte dass den arabischen Truppen ausreichend Wasser zur Verfügung stand. Die Aljibes in Almería konnten 630.000 Liter Wasser speichern, eine Menge, die 30.000 Personen die Wasserversorgung garantierte.
Die Catedral de la Encamación de Almería
Bevor der Bischof Fray Diego Fernández de Villalán im Jahr 1526 den Beginn der Catedral de Almería beauftragte, lag an der gleichen Stelle bereits eine kleinere Kirche, die während eines Erdbebens jedoch vier Jahre vorher zerstört worden war. Auch wenn man unmittelbar mit dem Bau der spätgotischen Kathedrale, die später auch Elemente der Renaissance und des Barock erhielt, begann, so wurde sie erst im 18. Jahrhundert beendet. Die Catedral de la Encamaciön de Almería ist eine der wenigen Kathedralen Europas, die vollständig für die Verteidigung gebaut wurde und auch über einen torre del homenaje (Bergfried) verfügt.
Die Basílica de Santo Domingo in Almería
Die Basílica de Santo Domingo in Almería wurde im 15. Jahrhundert von den Domenikanern erbaut, wobei man in der Basilika das Bild der Virgen del Mar findet, der Schutzheiligen der Stadt. Das weitgehend barocke Gebäude, das ursprünglich einen spätgotischen Stil hatte, wurde vor allem während des spanischen Bürgerkriegs sehr stark beschädigt, um jedoch anschließend wieder restauriert zu werden. Auch wenn diese Kirche in Almería als Basílica bezeichnet wird, so handelt es sich, streng genommen nicht um eine entsprechende Kirche.
Die Iglesia San Sebastián in Almería
Die Kirche San Sebastián (Iglesia de San Sebastián) in Almería entstand zwischen 1673 und 1679 auf den Ruinen einer früheren Mezquita, wurde allerdings mehrmals erweitert und restauriert, insbesondere nach den Schäden die der spanische Bürgerkrieg hinterließ, was der Barockkirche 1940 auch die neoklassischen Elemente verlieh. Im Inneren der Kirche sind insbesondere das Jesusgemälde am Hauptaltar und die Deckenmalerei von großem Interesse, da beide von Künstlern Almerías stammen, die nach dem Bürgerkrieg aktiv waren und als Meister Almerías gelten. Die Iglesia San Sebástian ist der Sitz der Brüderschaft der Liebe (Hermandad del Amor), die während der Osterumzüge eine wichtige Rolle in Almería spielt.
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Das Museo de Almería
Das Museo de Almería wurde im Jahr 1933 als Museo Arqueológico Provincial de Almería gegründet und zog 2006 in das heutige Gebäude, wofür der Architekt mehrere Preise erhalten hat, und wo das Museum neu eingeweiht wurde. Im Museo de Almería findet man heute insbesondere Fundstücke der vorrömischen Zeit, wobei die vierte Etage jedoch auch der römischen und der islamischen Zeit gewidmet ist. Die Fundstücke der anderen drei Etagen betreffen die Vorgeschichte Almerías, wobei die Ausgrabungen und die Gegenstände sehr gut dokumentiert sind.
Das Museo de la Guitarra in Almería
Das Museo de la Guitarra in Almería wurde im Jahr 2013 eröffnet und liegt direkt im Anschluss zur Kathedrale der Stadt. Im Museo de la Guitarra kann man in zehn Räumen die gesamte Geschichte der Gitarre entdecken. In diesem Museum findet man, unter anderem, auch die älteste Gitarre Spaniens aus dem Jahr 1684.In einem der anderen Säle des Museo de la Guitarra lernt man auch die unterschiedlichsten Gitarren zu unterscheiden und erfährt auf welche Weise diese Instrumente hergestellt werden. Ende 2017 wurde im Museo de la Guitarra auch eine Schule für Geigenbauer eingerichtet wo nun die klassische Herstellung von Gitarren unterrichtet wird.
Das Museo del Cine in Almería
Das Museo del Cine in Almería wird in der Regel als Casa del Cine bezeichnet, wobei das Gebäude ursprünglich der Familie Balmes gehörte, jedoch später von der Stadt Almería erworben wurde, die 2011 im Gebäude das Museo del Cine öffnete. Das Filmmuseum in Almería widmet sich weitgehend der Filmgeschichte der Region Almería, da hier nicht nur die Spaghettiwestern gedreht wurden, sondern hier auch Rainer Werner Fassbinder, Sam Spiegel oder David Lean arbeiteten. Almería war in den 60er und 70er Jahren geradezu das Eldorado für Filmer und Produzenten. Das Museo del Cine verfügt über fünf Räume, die die unterschiedlichen Aspekte des andalusischen Films präsentieren.
Das Centro Andaluz de la Fotografía in Almería
Das Centro Andaluz de la Fotografía in Almería befindet sich im Liceo Artístico y Literario de Almería und wurde im Jahr 1992 gegründet. Das Zentrum für Fotografie ist allerdings weitaus mehr als eine Museum mit temporären Fotoausstellungen die Andalusien in der Geschichte darstellen wie auch Werke von Fotografen aus Andalusien, denn das Centro Andaluz de la Fotografía ist auch eine Forschungseinrichtung, ein Informationszentrum, ein Atelier und anderes mehr, wobei dieses Zentrum auch mit anderen Einrichtungen Andalusiens und zahlreichen Museen zusammenarbeitet.
Das Kunstmuseum Doña Paquita in Almería
Das Kunstmuseum Doña Paquita (Museo Doña Paquita) verdankt seinen Namen der Unternehmerin Francisca Días Torres, genannt Doña Paquita, die ab 2010 in der Umweltbewegung Almerías aktiv war und bei ihrem Tod nur vier Jahre später ihr vom baskischen Baustil inspirierten Chalet der Stadt Almería hinterließ, mit der Auflage dort eine kulturelle Aktivität einzurichten. Almería entschied sich daraufhin hier ein Kunstmuseum einzurichten das sich voll den Künstlern der Stadt der Epoche zwischen 1880 bis 1970 widmet. Allein in vier der sieben Säle des Kunstmuseums findet man die Werke der Künstler des Movimiento Indaliano Almerías, das sich ab 1943 entwickelte.
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Das Hospital Provincial Santa María Magdalena in Almería
Das Hospital Provincial Santa María Magdalena ist das älteste noch erhaltene zivile Gebäude in Almería, wobei der älteste Teil des Gebäudekomplexes bis zum 16. Jahrhundert zurückreicht und im 18. Jahrhundert sein endgültiges, heutiges Aussehen erhielt. Am Hospital de Santa María Magdalena, das im Dezember 2022 für Besuche geöffnet wurde, kann man die bedeutendsten Änderungen und Entwicklungen der Stadt Almería verfolgen, da das gesamte Gebäude im ursprünglichen Stil restauriert wurde. Das ehemalige Hospital wurde auf der Ruine eines Gebäudes erbaut das 1492 von den katholischen Königen an dieser Stelle erbaut wurde.
Das Real Convento de Santa Clara in Almería
Das Real Convento de Santa Clara in Almería wurde 1590 von Jerónimo Briceño und seiner Ehefrau gegründet, auch wenn die Arbeiten am Kloster noch bis 1756 fortsetzten. Das gesamte Gebäude erhielt zahlreiche barocke Dekorationen, insbesondere Pflanzenmotive und Engel, die im Ende des 18. Jahrhunderts als modern galten. 1837 übernahm die Regionalregierung das Gebäude als Sitz und während des spanischen Bürgerkriegs wurde das Kloster und die Kirche weitgehend durch einen Brand zerstört. Heute findet man im Kloster zu einen das Museo de Santa Clara, zum anderen das Centro Cultural Las Claras.
Das Cable Inglés in Almería
Das Cable Inglés ist eine Vorrichtung aus Eisen die 1904 fertig gestellt wurde, und ermöglichte Waren, insbesondere Minerale, vom Bahnhof der Stadt zum Hafen zu transportieren um dort auf Schiffe verladen zu werden. Das Cable Inglés wurde damals als neues Material gemäß der Schule von Gustaf Eiffel erbaut und erhielt offiziell den Namen Cargador de mineral El Alquife de Almería. Das gesamte Cable Inglés bestand aus zwei Teilen von jeweils 900 Meter auf denen die Minerale durch die Schwerkraft zu den Schiffen transportiert wurden, wobei ein Schiff mit einer Ladekraft von 8000 Tonnen in acht bis zehn Stunden beladen werden konnte.
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Der Torre de San Miguel in Almería
Der Torre de San Miguel in Almería, auch als Torreón de San Miguel bezeichnet, wurde im 18. Jahrhundert als Verteidigungs- und Wachturm erbaut, der in die Verteidigungskette entlang der Mittelmeerküste integriert wurde. Auf Grund der strategisch wichtigen Lage war an der Stelle des Torre de San Miguel bereits seit der arabischen Zeit permanent ein Wachturm zu finden, der denn im Jahr 1756 unter dem spanischen König Fernando IV. völlig neu erbaut wurde. Während des spanischen Unabhängigkeitskrieges wurde der militärische Turm verlassen bis die Polizei ihn dann während des Bürgerkriegs im Jahr 1941 übernahm und er restauriert wurde. Seit 2000 ist der Torre de San Miguel nicht mehr besetzt, wurde jedoch aus touristischen Gründen restauriert.
Das Casa Fuerte in Almería
Das Casa Fuerte de la Cruceta in Almería wird im allgemeinen nur als Casa Fuerte bezeichnet und wurde im Jahr 1773 erbaut um die Kavallerie zu beherbergen. Beim Casa Fuerte handelt es sich um die westlichste Verteidigungsanlage Almerías die unter König Carlos III. erbaut wurde und über den Pozo de las Arnoladeras, einem ursprünglich römischen Brunnen, mit Wasser versorgt wurde. Bereits im Jahr 1830 verließ die Kavallerie die Festung, die jedoch bereits 1857 in eine Unterkunft für die Carabinieros, die frühere spanische nationale Polizei für die Verteidigung der Küste und der Grenzen wurde. Im Jahr 1941 zog dann die Guardia Civil ein, in der auch die Carabinieros eingeschlossen wurden.
Der Torre Cárdenas in Almería
Der Torre Cárdenas, der, genau genommen, Torre de Ivan Cárdenas heißt, wurde im 16. Jahrhundert als militärischer Wachturm am Rande von Almería erbaut um insbesondere das Valle del Andarax zu überwachen. Nach einer alten Legende soll der Torre Cárdenas durch unterirdische Gänge, die mittlerweile allerdings eingestürzt sein sollen, mit der Alcazaba verbunden sein. Heute ist dieser Wachturm einer der am besten erhaltenen, und ein komplett restaurierter Wachturm der Provinz Almería.
Das Convento de la Purísima Concepción in Almería
Das Convento de la Purísima Concepción, wie auch die zugehörige Kirche, wurde im Jahr 1522 von Ortiz de Villajos auf den Resten einer arabischen Ansiedlung erbaut. Gegen 1810, als die Truppen Napoleons Almería einnahmen, wurde der Orden der Purísima Concepción vom Kloster vertrieben und von den Soldaten Napoleons besetzt, was sich dann während des spanischen Bürgerkriegs wiederholte, da um diese Zeit das Militär das Convento de la Purísima Concepción als Hauptquartier wählte. Besonders interessant ist, neben dem Besuch der Klosterkirche, das Patio des Convento de la Purísima Concepción mit seinem Garten und den Säulengängen.
Das Castillo del Diezmo in Almería
Vom Castillo del Diezmo in Almería sind heute leider nur noch einige Reste erhalten, wobei diese Festung im 17. Jahrhundert im Auftrag des Königs Felipe III. erbaut, der diese Anlage als Lebensmittellager für den Zehnten plante, ein Lager, das jedoch in der Form einer Festung mit Mauern und Türmen gesichert werden sollte. Die Wahl der Stelle hing nicht mit der Verteidigung Almerías zusammen, sondern damit dass sich das Castillo del Diezmo (diezmo = der Zehnte) in nächster Nähe von Windmühlen befinden sollte. Ab 1844 wurden in der Festung dann Pulver und explosive Stoffe im Castillo gelagert, die insbesondere im Bergbau benötigt wurden. Die Stadt Almería versucht in den letzten Jahren die Ruine zu schützen, nachdem mehrere illegale Bauten an den Mauern erbaut worden waren.
Die Refugios de la Guerra Civil in Almería
Während des Spanischen Bürgerkriegs wurde Almería, auf Grund seines Hafens, aber auch auf Grund der starken Widerstandsbewegung gegen den Diktator Francisco Franco, ab Juli 1936 immer häufiger bombardiert, was dazu führte dass neun Meter unter der Stadt ab 1937 ein 4,5 Kilometer langer Tunnel gegraben wurde in dem sich die Bewohner bei einem Luftangriff schützen konnten, ein Tunnel, der heute als die Schutzrääume des Spanischen Bürgerkriegs (Refugios de la Guerra Civil) bezeichnet werden. Der Besucher der Stadt kann noch heute rund einen Kilometer dieses Tunnels entdecken, der, unter anderem, auch über ein gutes Lüftungssystem, Vorratslager und eine Krankenstube verfügte, die mittlerweile rekonstruiert wurden.
Der Mercado Central (Markthalle) in Almería
Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts plante die Stadtverwaltung in Almería den Bau einer zentral gelegenen Markthalle (Mercado Central) in der sich die Bewohner der Stadt, aber auch jene der umliegenden Orte, mit jeder Art von Lebensmitteln versorgen konnten. Trotz mehrfacher Plä,ne und vorgeschlagene Stellen sollte es bis 1892 dauern bis der Bau des Mercado Central beginnen konnte. Als Bauplatz diente ein Teil der Stadt an dem sehr viele Städter ihre Gärten angelegt hatten. Nachdem die Stadt Almería diese Grundstücke erworben hatte, konnte an dieser Stelle eine Markthalle mit einer Fläche von 4500 Quadratmetern entstehen die bis heute ihr ursprüngliches Aussehen weitgehend erhalten hat, trotz der Restaurierungsarbeiten die 1992 nötig geworden waren und sich auf fünf Jahre erstreckten.
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Die Ficus Centenarios in Almería
Auch wenn man in der Stadt Almería über 50.000 Bäume findet, darunter rund 10.000 Palmen, so spielen die wenigen Ficus Centenarios (hundertjährige Gummibäume) eine besondere Rolle in Almería. Insbesondere der gegen Ende des 19. Jahrhundert gepflanzten Ficus Centenario am Paseo de Almería hat sich geradezu zu einem Symbol der Stadt entwickelt. Dieser imposante Ficus gehört zu jenen Bäumen die im Rahmen der Modernisierung des Hafens, des Parks Nicolás Sermón und des Paseo de Almería gepflanzt wurde und dabei helfen sollte die Stadt in eine größere Grünfläche zu verwandeln. Während in der Parkanlage mehrere Gummibäume gepflanzt wurden, so waren für den Paseo de Almería zwei Ficus geplant, auch wenn letztendlich nur einer davon wirklich gepflanzt wurde.
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Fortsetzung folgt ...