Die Geschichte der Stadt Huelva
Das Gebiet um Huelva, wie auch die Stadt selbst, wurde bereits zur Jungsteinzeit besiedelt, als die ersten Völker über die Enge von Gibraltar nach Andalusien kamen. Bei mehreren Ausgrabungen konnte man dort Steinwerkzeuge, Dolmen, eine Nekropolis und auch Reste von Häusern und ummauerten Dörfern finden. Auch eine Besiedlung Huelvas während der Bronzezeit kann durch Ausgrabungen nachgewiesen werden, wobei man in diesem Fall auch eine enge Verbindung zur frühen Bevölkerung Portugals nachweisen kann.
Im 6. Jahrhundert vor Christus siedelten sich die Tartessos, gemeinsam mit den Phöniziern und den Griechen, in Huelva an, wobei auch der Bergbau und der Handel Huelvas bis zu jener Epoche zurückreicht. Allerdings ist es bis heute nicht möglich die Ausbreitung dieser Völker zu sehen, noch aber einen Ort mit städtischer Struktur zu finden, auch wenn Ausgrabungen nachweisen konnten dass in und um Huelva die Landwirtschaft und der Fischfang bereits ab Ende der Bronzezeit eine wichtige Rolle spielte.

Nach dem zweiten punischen Krieg kamen die römischen Truppen nach Huelva und lebten mit den verschiedenen dort ansässigen, kleineren Volksgruppen, unter anderem auch den Kelten, zusammen. Bis zum ersten Jahrhundert hinterließen die Römer kaum einen Eindruck in Huelva und die Landwirtschaft war in der gesamten Provinz weiterhin das Haupteinkommen. Am dem 2. Jahrhundert gelang es den Römern dann mehr und mehr in Huelva zu dominieren und sie legten dort auch einen militärischen Stützpunkt an, und gewannen in den Bergwerken Kupfer, Eisen und Silber. Ausgrabungen belegen auch dass die Römer um diese Zeit Salzereien in Huelva anlegten und die römische Kultur allgemein anerkannt wurde.
Mit dem Niedergang des römischen Reiches begann der Untergang Huelvas, da weder die Barbaren, noch aber das arabische Reich in der Region Huelva Städte anlegte, sondern weiterhin die Landwirtschaft als bedeutendste Einnahmequelle sahen. Selbst die Gruben wurden um diese Epoche nahezu vollständig aufgegeben. Ausgrabungen konnten allerdings beweisen dass sich die Westgoten in der Stadt Huelva aufhielten, da sie dort eine Kirche bauten die teilweise freigelegt werden konnte. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts konnten die Mauren in Huelva für rund 40 Jahre eine relative Stabilität schaffen. Bereits 1262 nahm dann der katholische König Alfonso X. Huelva endgültig eroberte.
Da Huelva, wie auch die gesamte Umgebung der heutigen Stadt, zu jener Zeit keine politische oder wirtschaftliche Bedeutung hatte, entschieden sich die katholischen Könige dort keinen Gouverneur einzusetzen, sondern die Stadt durch ein Señorio, also eine adelige Familie, verwalten zu lassen. Zwischen 1351 und 1812 verfügten daher Adelige, insbesondere das Casa de Medina Sidonia über Huelva, eine Familie die auch im gesamten Gebiet um Huelva den königlichen Regeln folgten, was insbesondere ab Ende des 15. Jahrhundert von Bedeutung wurde, da um diese Zeit der Hafen Huelvas, Palos de la Frontera für die spanischen Eroberer von Bedeutung wurde.
Fortsetzung folgt ...